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Ein turbulentes erstes Jahr

26. Dezember 2021
R. Seidel

Es war ein ereignisreiches, spannendes und lehrreiches Jahr. Das dürfte vor allem daher kommen, dass innerhalb kürzester Zeit ein starkes Team aufgebaut und dadurch eine marktfähige Lösung angeboten werden konnte, die bereits erste Umsätze eingefahren hat. 

Wir schauen ein Jahr zurück

2020 wurde Tobias Fischer, einer der drei Gründer von ROADIA, auf seinem Fahrrad so knapp von einem Auto überholt, dass er sich die Frage stellte, wie man ein solches Verhalten verhindern könnte. Schnell stellte sich heraus, dass es sich schwierig gestalten könnte, mit tausenden Verkehrsteilnehmern zu sprechen und sie davon zu überzeugen, dass ein größerer Abstand beim Überholen angebracht wäre, ungeachtet dessen, dass ein größerer Seitenabstand ohnehin gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nach einiger Überlegung wandte er sich an Dr. Mykhaylo Filipenko, seinen ehemaligen Vorgesetzten. Gemeinsam mit ihm suchten sie einen dritten im Bunde. Markus Hantschmann hatte ebenfalls Ambitionen, ein Start-up mitzugestalten. Das Gründertrio der ROADIA GmbH war komplett. Dass alle drei Physiker in Deutschland und der Welt verteilt waren, machte die Konkretisierung der Pläne nicht leicht. Rückblickend stellte die ortsunabhängige Zusammenarbeit jedoch eine sehr gute Übung für die heutige Zusammenarbeit dar. So agierte Tobias Fischer aus Berlin, Markus Hantschmann aus München und Mykhaylo Filipenko aus Kolumbien.

Die Reise beginnt

Wir schreiben Januar 2021. Das Gründertrio trifft sich beim Notariat in Berlin, um vertraglich festzumachen, woran es bereits seit Monaten gearbeitet hat. Sie wollen einen wesentlichen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit in Deutschland und der Welt leisten. ROADIA (damals noch Bl1tzR) wird offiziell gegründet.

Die erste Station sollte der Reaktor Berlin werden. Dieses Berliner Accelerator-Programm war ein wichtiger Grundstein. Diesem folgten mit dem MTH und dem German Accelerator weitere wichtige Programme für die Geschäftsentwicklung. Im Rahmen des German Accelerator Programms wappnete sich ROADIA bereits sehr früh auch für internationale Märkte.

12 Monate, 3 Bürogebäude und 15 Mitarbeiter nach der Gründung hat sich das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit zu einem ernstzunehmenden Anbieter für Verkehrssicherheitslösungen entwickelt. Nicht einmal neun Monate nach der Gründung kann das Unternehmen eine marktfähige Lösung im Bereich der Verkehrsdatenerfassung vorweisen, die in den produktiven Einsatz geht.

Standortwahl

Dass ein funktionierendes Unternehmen nicht alle Mitarbeiter an einem Ort versammeln muss, wissen seit knapp zwei Jahren die meisten. Dennoch braucht jedes Unternehmen ein “Headquarter” – einen Heimathafen, in dem Ideen und Kräfte gebündelt werden können. Die ROADIA-Gründer haben sich nach intensiver Auseinandersetzung mit den Start-up-Zentren Europas statt für Amsterdam, Paris oder London erst für Berlin und anschließend für einen Umzug nach Potsdam entschieden. Dafür gibt es einige gute Gründe.

Am wichtigsten war den Gründern das gute Start-up-Ökosystem in der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Berlin Partner und die Wirtschaftsförderung Brandenburg boten großen Mehrwert. Zudem ist Potsdam nahe am Flughafen BER gelegen und im Vergleich zur Hauptstadt spart man sich eine Stunde Fahrt in alle Richtungen, da man nicht erst den Berliner Stadtverkehr bewältigen muss. Seither ist der MediaTechHub in Potsdam das Zuhause des Verkehrssicherheits-start-ups. Nach einigen Monaten im Medieninnovationszentrum (MIZ) Babelsberg ist ROADIA in die Räume der UFA gegenüber der Babelsberger Filmstudios umgezogen. Das kreative Umfeld bietet beste Bedingungen.

Das internationale Team

Die gute Zugänglichkeit aus aller Herren Länder war auch in puncto Mitarbeitergewinnung essentiell. Internationalisierung und New Work werden bei ROADIA gelebt. Inzwischen arbeiten 18 Menschen aus acht verschiedenen Ländern daran, den Straßenverkehr sicherer zu machen.

Herzstück der Firma ist das Team der Softwareentwickler, das dank der Expertise in den verschiedenen Bereichen wie KI und Computer Vision für jedes Problem eine Lösung findet.

Durch das breite Fachwissen können Elektronikentwicklung, die Gestaltung des User Interfaces sowie der Online-Plattform für die Auswertung relevanter Daten aus eigener Wertschöpfung heraus geschaffen werden.

Die kreativen Köpfe auf den unterschiedlichsten Gebieten – Hardware, Software und Geschäftsentwicklung – arbeiten in engem Austausch miteinander. Bemerkenswert ist die verhältnismäßig schnelle Entwicklung einer gesunden Unternehmenskultur und der proaktive Austausch zwischen den spezialisierten Teams. Ein kontinuierlicher Lernprozess – wie vieles in einem jungen Unternehmen.

Lösungen, die einen Mehrwert bieten

Einen Lernprozess durchlebt ROADIA auch regelmäßig im Austausch mit potentiellen und bestehenden Kunden im Bereich des Traffic Monitorings sowie der Geschwindigkeitsmessung. Das Interesse an den maßgeschneiderten Lösungen des ambitionierten Unternehmens ist groß. Es ist faszinierend, wie schnell man Menschen durch „Simplicity“, wie es im Englischen so schön heißt, begeistern kann. In Deutschland und der Welt wird die Einfachheit der Geschwindigkeitsmessanlage gelobt. Kompakt, unkompliziert, einfach anders! Egal ob Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Belgien, Österreich, Schweiz oder USA – ROADIA begeistert Kommunen, Entscheider auf Landesebene, Ordnungsämter und Polizeidirektionen. Kaum eine Lösung im Governmental-Bereich hat so viel Aufsehen erregt und Spannung erzeugt, wie die Monitoring- und Messanlagen des Potsdamer Start-ups.

Eine Belastungsprobe zwischen den Meeren

Die erste Ausschreibung gewann ROADIA im Juni 2021. An 140 Messstellen in Schleswig-Holstein sollte der Verkehr gezählt werden. Bedingt durch ein Virus, das vor zwei Jahren entdeckt wurde und die damit einhergehenden Veränderungen in der Nutzung der Infrastruktur wurde die bundesweite Straßenverkehrszählung um ein Jahr verschoben. Somit wurde diese in 2021 durchgeführt. Die Chance für ROADIA, sich zu beweisen. Das Resultat war der erfolgreiche Abschluss eines Großauftrags.

Kein Marktanteil ohne den richtigen Marktzugang

Den erfolgreichen Markteinstieg hat vor allem ein Partner begünstigt, der bereits sehr früh in die ROADIA GmbH eingestiegen ist. Dank der Unterstützung der GovTech-Gruppe war eine Umsetzung auf dem erreichten Niveau möglich, denn das Unternehmen wartet vor allem mit zwei großen Vorteilen auf – Netzwerk und Expertise. Die GovTech-Gruppe kennt den Markt und trägt dadurch zur Entwicklung neuer Produkte und der Kommunikation dieser in den Markt bei.

Starke Partnerschaften – auch in Zukunft

Der nächste Schritt in Richtung Weiterentwicklung ist bereits getan. Erst vor Kurzem hat ROADIA die Zusage für eine siebenstellige Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg gewonnen. Die EFRE-gestützte ProFit-Förderung bietet die Basis für die Zertifizierung und Markteinführung der Geschwindigkeitsmessanlage von ROADIA. Die Förderung bringt vor allem eines mit sich – Sicherheit.

Wir freuen uns darauf, in ein neues Jahr zu starten und gemeinsam mit unseren Partnern die Straßen sicherer zu machen! Seien auch Sie dabei und unterstützen Sie uns, die Welt zu einem sichereren Ort zu machen.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben – wir freuen uns über jedes Feedback, das uns dabei hilft, unsere Vision in die Realität umzusetzen!

Genießen Sie den Jahresausklang und denken Sie im Straßenverkehr hin und wieder an unsere Leitworte – RETHINK ROAD SAFETY


Kontakte

Media:
Rico Seidal
press@roadia.com

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