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Die Verkehrsleitzentrale der Zukunft

29. September 2021
R. Seidel

Wir möchte Sie mitnehmen auf eine imaginäre Reise in die nicht allzu weit entfernte Zukunft. In eine Zukunft, in der Verkehrsunfälle zur Rarität geworden sind. Doch wie soll das auf einmal möglich sein? Ist ein Wunder geschehen? Nicht ganz.


Realisiert wird dieses nahezu perfekte Zusammenspiel im Verkehr durch eine intelligente Verkehrsleitzentrale, die ein Unternehmen entwickelt hat, welches sich zuvor mit volldigitalen Verkehrszählungen und Geräten zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung beschäftigt hat, um Verkehrsflüsse mit den zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Möglichkeiten zu optimieren. Inzwischen ermöglichen Weiterentwicklungen wie der flächendeckende Ausbau von High-Speed-Internet ein beinahe reibungsloses Zusammenspiel aller Verkehrsteilnehmer.


Doch wie sieht sie nun konkret aus, die Verkehrsleitzentrale der der Zukunft und was genau passiert dort? Schauen wir uns diese Zentrale doch einmal genauer an.


Die Tür öffnet sich und wir gelangen in einen Raum mit vielen blinkenden Leuchten, nahezu all diese Leuchten sind grün. Warum das so ist, erklärt uns einer der drei Mitarbeiter, die für die Instandhaltung der Verkehrsleitzentrale zuständig sind. Ganz ohne Menschen geht es eben doch nicht, denn das Optimum lässt sich nur erreichen, wenn künstliche und humane Intelligenz zusammenarbeiten. Kommen wir zurück zu den Leuchten. “Lassen Sie uns vielleicht lieber einen Blick auf die einzigen beiden Leuchten werfen, die orange leuchten. Dabei handelt es sich um Unfälle, die das System erkannt, die betroffenen Straßen entsprechend gesperrt, den Verkehr umgeleitet und die Rettungskräfte informiert hat. Unsere Aufgabe ist es nun, die Situation von hier aus im Blick zu behalten und die Rettungskräfte nach Möglichkeit bereits mit genaueren Informationen zu versorgen, sofern dies möglich ist.” Dieses ausgeklügelte System schlägt glücklicherweise nur sehr selten an, in der Regel maximal einmal am Tag, da die Zahl der Unfälle inzwischen massiv gesunken ist. Wenn es doch einmal zu einer kritischen Situation kommt, reagiert das System umgehend, um Schlimmeres zu verhindern.


Das System, das den Verkehr auf intelligente Weise umleitet, wurde von Menschen und Verkehrsdaten trainiert, die seit einigen Jahren an allen relevanten Knotenpunkten der Hauptverkehrsadern erhoben werden. Möglich wurde das durch die Idee eines Potsdamer Start-ups, das sich mit dem damaligen Status Quo nicht zufrieden geben wollte und die Verringerung der Toten- und Verletztenzahlen durch erschwingliche High-Tech-Lösungen herbeiführte. Das Besondere daran war die optimale Kombination aus bewährter Hardware und KI. Der gänzlich neue Ansatz stellte die gesamte Branche auf den Kopf. Als sei das noch nicht genug, wurden die bereits damals sehr fortschrittlichen Lösungen dieses Unternehmens stets weiterentwickelt und inzwischen zu einem Netzwerk diverser Sensoren und verschiedenster KI-Prozesse gebündelt. Das Resultat ist eine hochmoderne Verkehrsleitzentrale. Ein System, dass die Vorreiter im Bereich Smart City nicht mehr missen möchten. Mittlerweile ist dieses System längst nicht mehr nur für Großstädte umsetzbar. Etwas über 5.000 ähnlicher Verkehrsleitzentralen existieren inzwischen weltweit, immer auf die Anforderungen des jeweiligen Einsatzlandes zugeschnitten. Diesem System wird ein großer Anteil daran zugemessen, dass die Zahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren um unglaubliche 95% gesunken ist.


Eine weitere Aufgabe der Mitarbeiter in der Verkehrsleitzentrale der Zukunft besteht darin, sich um Abhilfe bei technischen Defekten zu kümmern. Diese kommen in der Regel durch extreme Wetterlagen oder Beschädigungen durch Tiere zustande, können aber im Normalfall innerhalb weniger Minuten behoben werden. Dann kann das System weiter eigenständig die Echtzeitsteuerung des Verkehrs übernehmen.


Verkehrsleitsysteme wie dieses ermöglichen vor allem im innerstädtischen Verkehr Fahrzeitverkürzungen um bis zu 30%. Auch der CO2-Ausstoß im Verkehr konnte in den letzten Jahren drastisch reduziert werden, was nicht allein an der steigenden Zahl an elektrisch betriebenen Fahrzeugen liegt, sondern auch dem inzwischen konstanten Verkehrsfluss zugeschrieben wird. Durch die erfolgreiche Verhinderung des Stop&Go-Verkehrs in Städten, durch die der Verkehr nicht erheblich schneller, aber dafür umso flüssiger läuft konnte der Einsatz endlicher Ressourcen auf ein Minimum reduziert werden. Damit dieses ausgeklügelte System funktioniert, wird jeder Verkehrsteilnehmer erfasst, also auch Radfahrer, Fußgänger und sogar Tiere.

Datenschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Sämtliches Bildmaterial verbleibt im System und wird lediglich der verantwortlichen Verwaltung zur Verfügung gestellt. Diese hat nun endlich die Möglichkeit, sämtliche, mit dem Verkehr zusammenhängenden Daten auf einen Blick zu erfassen und schnell zu handeln. Dabei werden alle Daten so weit wie möglich anonymisiert. Lediglich bei erkannten Verstößen und Unfällen wird eine hochauflösende Kamera hinzugeschaltet, damit sich die Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale ein Bild von der jeweiligen Situation machen und sofern notwendig weitere Schritte, wie die Alarmierung von Rettungskräften einleiten können.


Glücklicherweise halten sich kritische Ereignisse inzwischen in überschaubaren Grenzen, aber dennoch, es lässt sich immer noch etwas verbessern. Ein guter erster Schritt ist ein Verband, der von dem Potsdamer Unternehmen ins Leben gerufen wurde, um Verkehrssicherheit endlich auf globaler Ebene zu verbessern und allgemeingültige Lösungen zu entwickeln, die in allen Ländern der Welt für Verbesserungen sorgen.


“Eleanor Roosevelt hat einmal gesagt, dass die Zukunft denen gehört, die an ihre Träume glauben. Wir haben dieses Unternehmen ins Leben gerufen, nachdem ich beinahe von einem Auto vom Fahrrad gerissen wurde, als dieses viel zu eng überholt hat. Das ist nicht nur mir so ergangen, es geht tagtäglich hunderten anderen Radfahrern genauso. Also fragte ich mich, was man verbessern könnte. So entstand die Grundidee, die Straßen sicherer zu machen und Menschenleben zu retten. Was nämlich nie wirklich in den Vordergrund tritt wenn es um Todesopfer von Unfällen geht, dass es ja nicht nur die Toten selbst sind, die zum Opfer werden. Durch Unachtsamkeit und Rücksichtslosigkeit werden ganze Familien zerrissen. Darum haben wir uns der Verkehrssicherheit verschrieben. Und wenn man träumt, dann richtig. Darum haben wir uns diese kleine Geschichte ausgedacht, um metaphorisch darzustellen, wohin es gehen könnte. Wir sind stolz, einen Teil dazu beitragen zu können, Menschenleben zu retten.”

Tobias Fischer, CTO von ROADIA


Wir hoffen Ihnen hat unser kleiner Exkurs in eine nicht allzu weit entfernte Zeit gefallen. Helfen Sie uns dabei diesen Traum zu realisieren. Starten Sie mit dem Einsatz unserer Systeme in Ihrem Wirkungsbereich. Jeder kann einen Teil zur Verkehrssicherheit beitragen, vor allem die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik.


Kontakte

Media:
Rico Seidal
press@roadia.com

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